Über die Lofoten und Vesterålen

Seekajak

Die Lofoten und Vesterålen sind eines der Traumreviere Europas für Seekajak-Paddler. Alljährlich findet auf den Vesterålen das Arctic Seakajakrace statt. Die Inseln bieten sowohl für erfahrene Seekajaker als auch für nicht so erfahrene Paddler zahlreiche Tourmöglichkeiten. Fantastische Sandstrände, Schärengärten und schroffe Steilküsten wechseln sich ab. Das klare Wasser gibt den Blick frei in eine oft fantastische Unterwasserwelt.

Gezeiten

Die Gezeiten sind oft kein größeres Problem, aber manchmal muss man sein Boot ein wenig weiter ins Wasser tragen. Und manchmal verwandeln die Gezeiten natürliche oder auch künstliche Engstellen wie z.B. Brücken unter Straßendämmen in wuchtiges Wildwasser.
Die Tageszeitung Lofotposten veröffentlicht täglich die Zeiten für Svolvær. (»flo« heißt Flut, »fjaere« Ebbe.) Im Internet sind unter www.sehavniva.no die Gezeiten der norwegischen Küste abrufbar. Natürlich sollte man sich im Kajak von den richtig starken Gezeitenströmen, etwa in den Sunden zwischen den Inseln fernhalten! Einheimische nach gefährlichen Fahrwassern in der Umgebung fragen!

Wetter

Die Wettersite Norwegens ist yr.no. Die Seite ist größtenteils auch in Englisch verfügbar. Hier ist natürlich immer die Kurzzeitvorhersage am aussagestärksten. Auch die Windstärken und Richtungen werden hier sehr genau vorhergesagt. Windstärken werden in Meter pro Sekunde genannt. Und natürlich ist auch in Zeiten von Wettersatelliten eine exakte Vorhersage nicht möglich. Unter yr.no gibts auch einen Seewetterbereich, wo Strömung, Wellenhöhe, Wassertemperatur und natürlich die Windstärke vorhergesagt werden.
Gelegentlich kommt es unerwartet (meist an der Nordküste) zu Seenebel, der sich auch einige Kilometer ins Land ziehen kann. Da ist dann neben Karte und Kompass auch ein GPS-Gerät ganz praktisch.
Bei kaltem Wind und Regenschauern kann neben Handschuhen und Mütze auch ein heißer Tee aus der Thermosflasche sehr angenehm sein.

Ausrüstung

Das Wasser in diesen Breiten wird auch im Sommer oft nicht wärmer als 13 Grad. Daher ist aus Vernunftsgründen Kälteschutzkleidung (Neopren- oder Trockenanzug) angebracht. Ein abgeschottetes Kajak, Schwimmweste, Karte, Kompass, wasserdicht verpacktes Handy mit eingespeicherten Notrufnummern, mobile Pumpe, Ersatzpaddel, Schöpfer, Schwamm gehören immer zur Grundausrüstung.

Trinkwasser

Dies ist auf den Lofoten und Vesterålen oft in freier Natur zu finden. Allerdings ist zu beachten, dass z.B. auch Schafe, die überall frei herum laufen, das Wasser der Bäche verunreinigen. Abkochen ist sicherer.

Zelten

Zelten ist ja in Norwegen grundsätzlich nicht verboten, aber ob es überall gern gesehen wird ist eine andere Frage. Auf jeden Fall sollte man natürlich auf die Anwohner und Grundbesitzer Rücksicht nehmen und nach Möglichkeit um Erlaubnis fragen, wenn in Sichtweite von Häusern gezeltet wird. Bitte dafür sorgen, dass auch uns ausländischen Gästen dieses tolle Grundrecht weiterhin eingeräumt wird:

  • Kein Feuer im Wald und auf Wiesen!
  • Kein Feuer auf Fels!
  • Kein Picknick auf privaten Grundstücken, auf Stegen und bei Sommerhäusern!
  • Spezielle Bestimmungen in Naturschutzgebieten beachten!
  • Nur Fußspuren hinterlassen!
  • Wenn Feuer, dann mit herumliegendem Treibholz. Vorhandene Feuerstellen nach Möglichkeit benutzen.

Angeln

Angeln ist im Meer grundsätzlich erlaubt, nicht jedoch in den meisten Bergseen und Flüssen! Auf jeden Fall sollten die Absperrungen an im Meer schwimmenden Fischzuchtanlagen respektiert werden. Angeln darf man nur mindestens 100 Meter davon entfernt! Hier verstehen die Besitzer dieser Anlagen keinen Spaß!
Außerdem sollte man die Mindestmaße für bestimmte Fischarten beachten: Köhler 40 cm, Dorsch 47 cm, Heilbutt 80 cm und Schellfisch 44 cm. Bitte nur so viel Fisch fangen wie man auch essen kann.

Tipp: Wer keine Angel hat, kann oft an Campingplätzen Angelausrüstung ausleihen. Von einem Boot oder einer Brücke aus tun es auch die relativ preiswerten auf einem Plastikgriff aufgewickelten Angelschnüre aus dem Supermarkt oder von der Tankstelle. Aber Vorsicht: Hat man plötzlich mehrere große Fische gleichzeitig an der Angel, so ist das im Kajak gar nicht so ohne. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Mögliche Basislager für Paddeltouren


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